AWO fordert mehr Chancengerechtigkeit in der Kita

24.04.2022

NRW gerechter machen – AWO Forderungen zur Landtagswahl

Jedes Kind hat das Recht, sich eigenständig, sicher und frei zu entwickeln und dafür förderliche Rahmenbedingungen vorzufinden. Diese sind Voraussetzung dafür, dass Kinder ihr Recht auf ganzheitliche Bildung und Entwicklung wahrnehmen können. Für die AWO in NRW ist das ist eine Frage von gesellschaftlicher Gerechtigkeit

Für Kindertagesstätten gelten in Nordrhein-Westfalen im Wesentlichen die gleichen Vorgaben. Egal, ob eine Kita auf dem Land oder im Ballungsgebiet betrieben wird und unabhängig von der Sozialstruktur vor Ort. Die Rahmenvorgaben etwa für Gruppensettings und Fachkraftquoten sind identisch.
Gleich ist an dieser Stelle nicht gerecht, findet die AWO in NRW. Sie argumentiert: Kitas in unterschiedlichen Lagen brauchen eine unterschiedliche Behandlung, bedarfsgerechte Ausstattung und Räume, nicht gleiche Vorgaben.

„Wir fordern die zukünftige Landesregierung von NRW auf, die Vorgaben so zu gestalten, dass Träger und Tageseinrichtungen sich flexibler und damit bedarfsorientiert in ihnen bewegen können. Die gegenwärtigen Strukturen lassen Innovationsfähigkeit vermissen“, kritisiert der Geschäftsführer der AWO NRW, Michael Mommer das geltende Kinderbildungsgesetz. Er fordert: „Innovationsprozesse müssen vonseiten des Landes proaktiv unterstützt werden und es muss eine konstruktive Auseinandersetzung mit Trägervorschlägen stattfinden – stets mit dem Ziel, den Kindern bestmögliche Bedingungen für eine ganzheitliche Entwicklung zu bieten.“

Die Arbeiterwohlfahrt setzt sich auch für gute Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden ein. Der Fachkräftemangel wird stetig größer. Das geht zu Lasten der Mitarbeitenden und der Kinder. Die Zahl der administrativen Aufgaben in den Einrichtungen steigt seit Jahren. Die AWO fordert von der neuen Landesregierung Bürokratie konsequent abzubauen. Zur Entlastung der pädagogischen Fachkräfte soll für Verwaltungsaufgaben Verwaltungspersonal finanziert werden. Pädagog*innen müssen sich ihren pädagogischen Kernaufgaben widmen können.

Wer die Forderungen der AWO NRW an die zukünftige Landesregierung unterstützen will, findet auf dieser Seite und unter NRW Gerechter machenAWO Kitas & Familienzentren in OWL eine Postkarten-/Sharepicaktion zum Mitmachen.

Die Kita-Kampagne „Gleich ist nicht gerecht. Mehr Chancengerechtigkeit in der Kita!“ ist Teil der Landtagswahl-Kampagne der AWO in NRW mit dem Titel „NRW gerechter machen“ und eines von 10 Themen mit denen sich die AWO zur Landtagswahl am 15.05.2022 positioniert.

Weitere Nachrichten

Meldung vom 03.05.2022
Anja Butschkau (SPD) fuhr mit Alex (17) in der Rikscha, Jens Kamieth (CDU) und Volkan Baran (SPD) traten am Kicker gegeneinander an. Wobei die Konzentration der beiden Landtagskandidaten ein bisschen unter den Gesprächen mit ihren jugendlichen Mitspielern litt. weiterlesen
Meldung vom 24.04.2022
NRW gerechter machen – AWO Forderungen zur Landtagswahl Jedes Kind hat das Recht, sich eigenständig, sicher und frei zu entwickeln und dafür förderliche Rahmenbedingungen vorzufinden. Diese sind Voraussetzung dafür, dass Kinder ihr Recht auf ganzheitliche Bildung und Entwicklung wahrnehmen können. Für die AWO in NRW ist das ist eine Frage von gesellschaftlicher Gerechtigkeitweiterlesen
Meldung vom 07.04.2022
AWO Positionen zur Landtagswahl in NRWweiterlesen
Meldung vom 06.04.2022
„Jugendsozialarbeit jetzt stärken und wichtige Angebote für junge Menschen im Übergang Schule-Beruf sichern!“ fordert Muna Hischma, Vorstandsmitglied der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit NRW. weiterlesen
Meldung vom 31.03.2022
NRW gerechter machen – AWO Forderungen zur Landtagswahl Ab 2026 hat jedes Kind einen Rechtsanspruch auf einen Platz im Offenen Ganztag. Doch dieser in NRW ist chronisch unterfinanziert. Mit der Petition ‚Offener Ganztag ist mehr wert‘ kämpft die AWO Arbeiterwohlfahrt dafür, dass jetzt die Weichen neu und besser gestellt werden: durch eine bessere Finanzierung, durch klare gesetzliche Regelungen und durch eine Fachkräfteoffensive.weiterlesen
Meldung vom 24.03.2022
AWO NRW zum Arbeitslosenreport – Regelsatz ist verfassungswidrig.weiterlesen
Meldung vom 08.03.2022
AWO NRW fordert zum Weltfrauentag: Schwangerschaftsabbrüche entkriminalisieren!weiterlesen
Meldung vom 07.03.2022
Studierende leiden seit Jahren unter steigenden Semesterbeiträgen. Diese bestehen hauptsächlich aus dem Beitrag für das Studierendenwerk und dem Semesterticket – zwei Elemente, ohne die das Studium in NRW kaum vorstellbar ist. So sehr Studieninteressierte eine garantierte Mobilität sowie die Versorgung mit Wohnraum und Mahlzeiten jedoch als Anziehungspunkt betrachten, so sehr werden sie von Semesterbeiträgen von weit über 300 € abgeschreckt.weiterlesen
Meldung vom 18.02.2022
AWO fordert Gleichbehandlung bei der Corona-Sonderzahlung 2022 Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Bundesländer erhalten eine steuer- und sozialversicherungsfreie Corona-Sonderzahlung. Das betrifft in NRW Tarifbeschäftigte in Landesbehörden, Unikliniken, Schulen, städtischen und kommunalen Kitas, bei der Polizei und Beamte in NRW. Mitarbeitende von Trägern der Freien Wohlfahrtspflege gehen dagegen oft leer aus.weiterlesen
Meldung vom 16.02.2022
Freiwilligendiensten drohen 2024 Haushaltskürzungen von 20 %weiterlesen