Gemeinsam gegen ausbeuterische Beschäftigung

25.03.2021

In Dortmund, Bochum, Hamm und Kleve bietet die AWO Beratungen an

Die AWO NRW unterstützt das Landesprogramm „Beratungsstellen Arbeit“ und damit den Kampf gegen ausbeuterische Beschäftigung an insgesamt vier Standorten in NRW: In Dortmund, Bochum, Hamm und Kleve werden Ratsuchende beraten und unterstützt, die entweder arbeitssuchend oder in einem Beschäftigungsverhältnis sind. „Unser Angebot ist unabhängig, kostenlos, unbürokratisch und zielführend“, betont Muna Hischma, Abteilungsleiterin Soziales beim AWO Bezirksverband Westliches Westfalen.

Die Beratungsstellen beraten rund um Qualifizierung und Beschäftigung und unterstützen zudem bei wirtschaftlichen, psychosozialen und rechtlichen Fragen. Darüber hinaus verfolgen sie das Ziel, in Fällen von Ausbeutung tätig zu werden. Ratsuchende werden über ihre Rechtsansprüche und mögliche Hilfestellungen aufgeklärt, zum Beispiel wenn es um die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns, Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz oder fehlende Lohnfortzahlung im Krankheitsfall geht.

„Wir legen besonderen Wert auf ein gut funktionierendes Netzwerk, in dem die unterschiedlichen Herausforderungen und Aufgaben gut miteinander abgestimmt werden können“, so Muna Hischma.  Gemeint sind damit die enge Zusammenarbeit etwa mit Migrationsdiensten, um auch möglichst eine Verständigung in der Landessprache zu gewährleisten oder die Vernetzung mit Akteuren in NRW, die dasselbe Ziel verfolgen.

In einem gemeinsamen Treffen tauschten sich die Beratungsstellen der AWO NRW mit Vertretenden des Projekts „Arbeitnehmerfreizügigkeit fair gestalten“ des DGB/VHS NRW e.V., des Projekts „Faire Mobilität“ (DGB) sowie des „IQ Netzwerk Faire Integration“ aus. Da auch diese Partner Beratungsangebote für Menschen mit Migrationshintergrund und geflüchtete Menschen in NRW bieten, wurde ein Gespräch über die weitere Zusammenarbeit initiiert. Im Mittelpunkt stand ein Kennenlernen, um die Zusammenarbeit zu verstetigen und neu auszurichten. „Der Kampf gegen ausbeuterische Beschäftigung ist eine Aufgabe, die nur gemeinsam in einem großen Netzwerk gelingen kann“, so Muna Hischma. „Je persönlicher die Kontakte im Netzwerk sind, desto schneller können auch geeignete Hilfen angeboten und vermittelt werden.“

Die „Beratungsstellen Arbeit“ führen an ihren Standorten auch die vielseitigen Aufgaben der bisherigen Erwerbslosenberatungsstellen fort. Um die Kompetenzen der Beraterinnen und Berater fortlaufend zu erweitern, wurden spezielle Schulungen entwickelt. Zu den Themen Arbeitsrecht, prekäre Beschäftigung und interkulturelle Kompetenzen fanden insgesamt drei digitale Fortbildungsmodule der AWO statt.

Ratsuchende Menschen können sich direkt an die „Beratungsstellen Arbeit“ der AWO NRW wenden, um bei Bedarf einen Termin zu vereinbaren.

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